Moin moin Hamburg

Dienstag ging es für mich nach Hamburg um die Idole meiner Jugend live zu sehen: blink 182! Mich hatte damals die Wiedervereinigung schon umgehauen und jetzt kamen sie sogar auf Tour nach Deutschland. Da habe ich nicht gezögert und direkt eine Karte besorgt. Wegen des großen Andrangs wurde das Konzert zwischenzeitlich auch von einer Halle auf die Trabrennbahn verlegt um Platz für mehr Leute zu bieten.

Der Wetterbericht sah nicht gut aus und je näher ich Hamburg kam, desto mehr Wolken zogen auch auf. Zum Glück bin ich erstmal noch trocken zu meinem Couchsurf Host Fred gekommen und konnte meine Sachen dort ablegen. Für mich ging es dann aber nach kurzem Kennenlernen direkt weiter zum Konzert: Auf der eigentlichen Trabrennbahn war die Bühne gar nicht, sondern eher dahinter bzw daneben auf einem Nebenplatz. Als ich kam, waren schon viele Leute da, aber ich konnte trotzdem noch einen Platz weit vorne bekommen. Das Wetter wurde auch wieder gut, die wartenden Fans wurden mit Sonnenschein belohnt.

Die erste Vorband (All Time Low) machten super Stimmung, die Menge hüpfte und hatte sichtlich viel Spaß bei dem Pop Punk der Jungs aus Amerika. Ich lernte die Leute neben mir etwas kennen. Erstaunlich, wie weit für blink 182 angefahren wurde. Dänen, Franzosen und Italiener habe ich gesprochen, die allesamt sehr erstaunt waren, dass ich ihnen auf englisch fließend antworten konnte, da sie vorher vergeblich versucht haben mit anderen Deutschen zu sprechen. Über die zweite Vorband (Thrice) gibts nicht viel zu sagen. Sie haben einfach musikalisch nicht gepasst und so verlängerten sie nur unnötig das Warten auf die eigentlichen Stars: blink 182!

Als diese dann endlich auf die Bühne kamen gab es kein Halten mehr. Es wurde gedrückt, gepogt und gemosht wie ich es in meinem Leben noch nicht erlebt habe. Aber es war geil – all die Vorfreude konnte rausgelassen werden! Als nach den ersten Liedern dann heftiger Regen einsetzte wurde die Stimmung nur noch besser. Schnell war jeder klitschnass, was aber niemanden davon abhielt eine super Zeit bei dem Konzert zu haben. Tom, Mark und Travis (so heißen die von blink 182) machten viele Späße auf der Bühne und verstanden uns Fans gut anzuheizen. Von der Show her kam es nicht an Green Day heran, aber die Masse rockte viel mehr, so dass das Konzert auf eine ganz andere Art und Weise einzigartig war. Der Rückweg zu Fred hat richtig lange gedauert, der öffentliche Nahverkehr war mit den über 15 000 Fans einfach überfordert. Angekommen bin ich aber trotzdem ohne Probleme und bin dann auch schnell schlafen gegangen.

Den nächsten Tag habe ich mit einer anderen Couchsurferon verbracht, die Fred auch aufgenommen hatte. Wir kannten beide Hamburg nicht wirklich und so haben wir eine super Tour durch die Stadt erklärt bekommen. Gut, ich war schon mehrere Male mit der Schule da, aber meist, haben wir uns nur den Hafen angeschaut. Wir sind fast komplett um die Alster gegangen, in zwei schöne Parks und danach waren wir lecker essen. Sie kam aus der Ukraine und so haben wir uns viel über unsere Kulturen ausgetauscht, was richtig interessant war, da es richtig viele Unterschiede gibt. Nachmittags habe ich mich dann wieder auf den Heimweg gemacht und abends wieder gut zu Hause angekommen!


 
 
 

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